Klinik für Herzrhythmusstörungen

Eine Herzrhythmusstörung wird als unregelmäßiger Herzschlag beschrieben. Arrhythmien oder Herzrhythmusstörungen treten auf, wenn die elektrischen Signale, die die Herzschläge koordinieren, nicht richtig funktionieren. Schlecht koordinierte Signale führen dazu, dass das Herz zu schnell (Tachykardie) oder zu langsam (Bradykardie) schlägt. In der kardiologischen Abteilung des CMC Hospital Dubai verfügen wir über einige der modernsten Geräte der Region zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Außerdem beschäftigen wir Fachärzte für Elektrophysiologie.

  Übersicht

Arten von Herzrhythmusstörungen

  • Ventrikuläre Arrhythmien: Diese Art entsteht in der unteren Herzkammer.
  • Bradyarrhythmie: Diese entsteht infolge einer Erkrankung des Herzleitungssystems, beispielsweise des Sinusknotens (SA-Knotens), des atrioventrikulären Knotens (AV-Knotens) oder des His-Purkinje-Systems.
  • Supraventrikuläre Arrhythmien: Hierbei handelt es sich um Herzrhythmusstörungen, die in den Vorhöfen (den oberen Herzkammern) entstehen.

Symptome einer Herzrhythmusstörung

Eine Herzrhythmusstörung kann bei einer Person vorliegen, ohne dass Symptome auftreten (asymptomatisch). Bei einer Untersuchung kann ein Arzt einen unregelmäßigen Herzschlag feststellen, indem er den Puls des Patienten misst, das Herz abhört oder diagnostische Tests durchführt. Wenn Symptome auftreten, können diese unter anderem folgende sein:

  • Müdigkeit
  • Beschwerden in der Brust
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Das Pochen in der Brust des Patienten
  • Herzklopfen

Ursachen von Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen können folgende Ursachen haben:

  • Bluthochdruck
  • Verletzung infolge eines Herzinfarkts
  • Klappenerkrankungen
  • Reizbares Gewebe im Herzen
  • Veränderungen im Herzmuskel
  • Elektrolytstörungen

Diagnose von Herzrhythmusstörungen

Im Rahmen der Diagnose einer Herzrhythmusstörung führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Er erkundigt sich nach der Krankengeschichte und den Symptomen des Patienten. Der Arzt kann Untersuchungen anordnen, um einen unregelmäßigen Herzschlag zu bestätigen und nach Erkrankungen zu suchen, die Herzrhythmusstörungen verursachen können.

Zur Diagnose von Herzrhythmusstörungen können folgende Untersuchungen herangezogen werden:

  • Holter-Monitor: Hierbei handelt es sich um ein tragbares Gerät, mit dem die Herzaktivität einer Person während des normalen Alltags aufgezeichnet werden kann.
  • Echokardiogramm: Ein Schallkopf wird auf die Brust des Patienten aufgesetzt, der mithilfe von Schallwellen Bilder von der Größe, dem Aufbau und der Bewegung des Herzens erzeugt.
  • Ereignisrekorder: Hierbei handelt es sich um ein tragbares Gerät (EKG), das zur Erkennung gelegentlich auftretender Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird. Sobald die Symptome auftreten, drückt der Patient auf einen Knopf. Es wird empfohlen, den Ereignisrekorder über einen längeren Zeitraum zu tragen, bis Symptome einer Herzrhythmusstörung beobachtet werden.
  • Elektrokardiogramm (EKG): Damit wird die elektrische Aktivität des Herzens erfasst.
  • Implantierbarer Loop-Rekorder: Bei häufig auftretenden Symptomen kann der Arzt entscheiden, einen Ereignisrekorder in die Brust zu implantieren, um die elektrische Aktivität des Herzens kontinuierlich aufzuzeichnen und Herzrhythmusstörungen zu erkennen.

Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen hängt davon ab, ob bei einer Person ein schneller Herzschlag (Tachykardie) oder ein langsamer Herzschlag (Bradykardie) vorliegt. Manche Herzrhythmusstörungen erfordern jedoch möglicherweise keine Behandlung. In diesem Fall empfiehlt der Arzt regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um den Zustand zu überwachen.

Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden für Herzrhythmusstörungen, darunter Medikamente sowie Therapien wie Vagusmanöver, Kardioversion, Katheterverfahren oder Herzoperationen.

Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen

Je nach Art der Herzrhythmusstörung und möglichen Komplikationen kommen verschiedene Medikamente zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen zum Einsatz. Bei den meisten Patienten mit Tachykardie werden häufig Medikamente verabreicht, die die Herzfrequenz regulieren und einen normalen Herzrhythmus wiederherstellen. Bei Patienten mit Vorhofflimmern können Blutverdünner verabreicht werden, um Blutgerinnseln vorzubeugen.

Therapien

Zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen werden zwei Therapien eingesetzt, um den unregelmäßigen Herzschlag zu stoppen: Vagusmanöver und Kardioversion.

  • Kardioversion: Diese Methode kann empfohlen werden, wenn der Patient unter bestimmten Arten von Herzrhythmusstörungen leidet, wie beispielsweise Vorhofflimmern. Mit dieser Methode lässt sich der Herzrhythmus mithilfe von Medikamenten wiederherstellen.
  • Vagusmanöver: Diese Methode wird vor allem Patienten empfohlen, die aufgrund einer supraventrikulären Tachykardie unter einem sehr schnellen Herzschlag leiden. Die Methode wirkt auf das Nervensystem ein, das den Herzschlag steuert (Vagusnerven), und führt in der Regel zu einer Verlangsamung der Herzfrequenz.

Chirurgische Eingriffe

  • Herzschrittmacher:Ärzte behandeln einen langsamen Herzschlag (Bradykardie) mit Herzschrittmachern, da es keine Medikamente gibt, die das Herz beschleunigen können.
  • Katheterablation:Um abnormale elektrische Signale zu unterbinden und einen regelmäßigen Herzrhythmus wiederherzustellen, erzeugen Elektroden an den Katheterspitzen mithilfe von Wärme- oder Kälteenergie mikroskopisch kleine Narben im Herzen des Patienten.
  • Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD):Der Eingriff wird Patienten mit einem hohen Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen in den unteren Herzkammern dringend empfohlen.
  • Koronarbypass-Operation:Ein Koronarbypass wird in der Regel bei Patienten durchgeführt, die neben Herzrhythmusstörungen auch an einer koronaren Herzkrankheit leiden. Ziel des Eingriffs ist es, die Durchblutung des Herzens zu verbessern.

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