Skoliose
Übersicht
Skoliose lässt sich in drei Typen einteilen:
- Idiopathische Skoliose– Dies ist die häufigste Form, deren Ursachen unbekannt sind.
- Angeborene Skoliose– verursacht durch Geburtsfehler
- Neuromuskuläre Skoliose– Verursacht durch Erkrankungen wie z. B. Zerebralparese.
Der Schweregrad einer Skoliose wird anhand des Cobb-Winkels bestimmt, der den Grad der Wirbelsäulenverkrümmung angibt. Liegt der Cobb-Winkel über 40 Grad, wird in der Regel eine Operation empfohlen. Auch bei leichteren Fällen kann eine Operation empfohlen werden, wenn die Verkrümmung schnell fortschreitet oder starke Schmerzen verursacht.
Die Skoliose im Kindesalter ist eine Erkrankung, die die Wirbelsäule von Kindern und Jugendlichen betrifft und zu einer „S“- oder „C“-förmigen Verkrümmung führt. Die Behandlungsmöglichkeiten variieren je nach Schweregrad und Art der Skoliose. Im Allgemeinen werden leichte Fälle konservativ behandelt, während bei schwerer oder fortschreitender Skoliose unter Umständen eine Operation erforderlich ist.
Operationen bei Skoliose bei Erwachsenen und Kindern ähneln sich insofern, als bei beiden Stäbe und Schrauben zum Einsatz kommen, um die Verkrümmung der Wirbelsäule zu korrigieren. Es gibt jedoch einige Unterschiede zwischen den beiden Operationsarten.
Behandlung und Operation von Skoliose bei Erwachsenen
Eine Skolioseoperation bei Erwachsenen ist komplexer und invasiver als eine Skolioseoperation bei Kindern. Sie ist mit einem längeren Eingriff und einer längeren Genesungszeit verbunden. Während des Eingriffs befestigen die Chirurgen Metallstangen an der Wirbelsäule, um die Verkrümmung zu korrigieren. Die Stangen verbleiben dauerhaft an Ort und Stelle.
Behandlung von Skoliose bei Kindern
Beobachtung
Der erste Schritt der Behandlung ist die Beobachtung. Dabei wird die Verkrümmung der Wirbelsäule sorgfältig überwacht, um festzustellen, ob sich der Zustand verschlimmert. Bei einer leichten Skoliose reicht die Beobachtung aus, da die Erkrankung in der Regel nicht schwerwiegend genug ist, um eine weitere Behandlung zu erfordern.
Korrekturkorsetts / Nicht-chirurgische Behandlung von Skoliose
Wenn sich die Wirbelsäulenverkrümmung verstärkt, kann eine Orthese empfohlen werden. Diese Behandlungsform wird in der Regel bei Verkrümmungen zwischen 25 und 40 Grad angewendet. Die Orthese soll das Fortschreiten der Verkrümmung eindämmen und eine weitere Verschlimmerung verhindern. Sie wird in der Regel mindestens 16 Stunden am Tag getragen, jedoch nicht während des Schlafs.
Chirurgie
Bei Krümmungen von mehr als 40 Grad oder bei Krümmungen, die sich rasch verschlimmern, kann eine Operation empfohlen werden. Bei der Operation werden Metallstangen und Schrauben eingesetzt, um die Wirbelsäule zu begradigen und zu stabilisieren. In einigen Fällen werden Metallstangen auch verwendet, um die Wirbelsäule mit dem Brustkorb zu verbinden, wodurch ein weiteres Fortschreiten der Skoliose verhindert wird.
Physiotherapie
Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Skoliose-Behandlung. Sie trägt dazu bei, die Rückenmuskulatur zu stärken und die Körperhaltung zu verbessern. Außerdem kann sie Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern.
Vorteile einer Skoliose-Operation
Die Vorteile einer Skolioseoperation sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern sind erheblich. Der wichtigste Vorteil besteht darin, dass die Wirbelsäulenverkrümmung korrigiert werden kann, was zu einer deutlichen Schmerzlinderung und einer Verbesserung der Körperhaltung führen kann. Darüber hinaus kann eine Skolioseoperation das Risiko weiterer Wirbelsäulendeformitäten verringern und die allgemeine Lebensqualität des Patienten verbessern.
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