Übersicht
Arten von seltenem invasivem Brustkrebs
Metaplastischer Brustkrebs: Diese Form des Brustkrebses tritt vor allem bei Frauen im Alter zwischen 47 und 61 Jahren auf und ist sehr selten. Er breitet sich in der Regel nicht auf die Lymphknoten aus, kann jedoch in andere Körperregionen metastasieren.
Muzinöser (mukoider) Brustkrebs: Diese Formtritt vor allem bei älteren Frauen auf und breitet sich seltener auf Lymphknoten aus. Ihren Namen verdankt sie dem Umstand, dass sie aus einer großen Menge Mucin besteht.
Tubulärer Brustkrebs: DieZellen dieser Krebsart sehen unter dem Mikroskop wie Röhrchen aus. Diese Form tritt am häufigsten bei älteren Frauen auf. Der Tumor ist zum Zeitpunkt der Diagnose in der Regel sehr klein.
Adenoides zystisches Karzinom der Brust:Dieser auchals „cribriform“ bezeichnete Typ wird häufig in den Speicheldrüsen diagnostiziert, tritt jedoch im Brustgewebe auf und wächst langsam. Dieser Typ breitet sich selten auf andere Körperteile aus.
Lymphom der Brust:Weniger als 1 % aller Brustkrebserkrankungen sind Non-Hodgkin-Lymphome (NHL), die äußerst selten sind. B-Zell-Lymphome, wie beispielsweise diffuse großzellige B-Zell-Lymphome, sind die häufigsten Formen. Das periphere T-Zell-Lymphom (PTCL) ist eine seltenere Form. Das mit Brustimplantaten assoziierte anaplastische Großzelllymphom ist eine seltene Form des NHL und tritt bei einer kleinen Anzahl von Frauen auf, die Brustimplantate tragen.
Brustkrebs vom Basal-Typ: Hierbeihandelt es sich um eine Form von Brustkrebs, bei der bestimmte genetische Veränderungen in den Zellen vorliegen. Brustkrebs vom Basal-Typ ist in der Regel dreifach negativ, was bedeutet, dass er keine Rezeptoren für Östrogen, Progesteron oder HER2 aufweist.
Phyllodes-Tumor: Auchals Osteosarkom phyllodes bekannt, äußert sich diese Erkrankung zunächst durch das Auftreten eines Knotens in der Brust. Phyllodes-Tumoren können entweder gutartig oder bösartig sein. Betroffen sind in der Regel Frauen mittleren Alters oder ältere Frauen. Im bösartigen Fall kann es zu einer Ausbreitung in die Lymphknoten kommen, was jedoch als selten gilt.
Papillärer Brustkrebs:Bei älterenFrauen treten papilläre Tumoren häufiger auf. Es gibt drei Arten von papillärem Brustkrebs:
- In-situ – hierbei handelt es sich um Tumoren, die sich im Frühstadium befinden und noch nicht gestreut haben
- Invasiv – hierbei handelt es sich um Tumoren, die sich auf das umliegende Brustgewebe oder darüber hinaus ausgebreitet haben
- Gutartig – werden auch als Papillome bezeichnet.

Symptome eines seltenen invasiven Brustkrebses
Zu den Symptomen eines seltenen invasiven Brustkrebses gehören:
- Anhaltende Brustschmerzen
- Brustwarzenausfluss
- Schwellung der Brust
- Knoten in der Brust
- Rötung der Brusthaut
- Unebene Haut unter den Armen
- Veränderungen an den Brustwarzen oder der Brust, die nicht mit dem Menstruationszyklus der Patientin übereinstimmen
Diagnose des häufig auftretenden invasiven Brustkrebses
Um eine endgültige Diagnose eines seltenen invasiven Brustkrebses zu stellen, können verschiedene Untersuchungen empfohlen werden. Dazu gehören:
- Körperliche Untersuchung:Der Arzt führt eine manuelle Untersuchung der Brüste der Patientin durch, bei der er einen Knoten und sonstige Veränderungen feststellen kann.
- Mammographie: Dabei werden mithilfe einer Röntgenaufnahme Bilder vom Inneren der Brust erstellt.
- Ultraschall: Hierbei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, bei dem mithilfe hochfrequenter Schallwellen Bilder des inneren Brustgewebes aufgenommen werden.
- Feinnadelbiopsie: Wird ein Knoten festgestellt, kann eine Biopsie empfohlen werden. Bei diesem Eingriff wird eine dünne Nadel an eine Spritze angeschlossen und in den Knoten eingeführt, um eine Gewebe- oder Flüssigkeitsprobe zu entnehmen, die zur weiteren mikroskopischen Untersuchung an ein Labor geschickt wird.
- Stadieneinteilung: Hierbeihandelt es sich um ein gängiges Verfahren, das durchgeführt wird, nachdem bei einem Patienten Krebszellen festgestellt wurden. Damit soll ermittelt werden, wie weit sich die Krebszellen bereits ausgebreitet haben.
Behandlung von seltenem invasivem Brustkrebs
Die Behandlung von seltenen invasiven Brustkrebsarten hängt stark von der Art des Krebses ab. Im Allgemeinen kann die Behandlung aus einer einzelnen Maßnahme wie einer Operation oder einer Kombination verschiedener Therapien bestehen. Dazu gehören:
- Lumpektomie: Eine Lumpektomie, auch als brusterhaltende Operation bezeichnet, ist ein Eingriff, bei dem ein Teil der Brust entfernt wird. Nach dem Eingriff kann eine Strahlentherapie empfohlen werden, um eventuell verbleibende Krebszellen abzutöten.
- Mastektomie: Dabeiwird das gesamte Brustgewebe entfernt. Patientinnen mit zahlreichen, hochaggressiven invasiven duktalen Tumoren können von einer Mastektomie profitieren.Im Anschluss an diesen Eingriff kann eine Brustrekonstruktion erfolgen.
- Chemotherapie: Bei der Chemotherapiewerden Medikamente eingesetzt, um Krebszellen abzutöten, in der Regel indem das Wachstum, die Teilung und die Bildung neuer Krebszellen verhindert werden. Sie kann vor einer Operation verabreicht werden, um einen großen Tumor zu verkleinern und so den operativen Eingriff zu erleichtern und/oder das Risiko eines Rückfalls zu senken.
- Strahlentherapie: Hierbei werden hochenergetische Röntgenstrahlen eingesetzt, um Krebszellen zu zerstören.
- Hormontherapie: Auchals endokrine Therapie bezeichnet, ist dies eine recht wirksame Behandlungsmethode für die meisten Krebsarten, bei denen entweder der ER- oder der PR-Hormonrezeptor positiv getestet wurde. Vor einer Operation kann eine Hormontherapie auch eingesetzt werden, um einen Tumor zu verkleinern. Dies erleichtert die Operation und/oder verringert das Risiko eines Rückfalls.
- Biologische (zielgerichtete) Therapie: Bei dieserMethode werden Antikörper oder niedermolekulare Wirkstoffe eingesetzt, um das körpereigene Immunsystem des Patienten zur Bekämpfung von Krebszellen zu aktivieren.
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