Ösophagusmanometrie

Die Ösophagusmanometrie ist eine Untersuchung, mit der festgestellt wird, wie gut die Speiseröhre einer Person funktioniert. Die Speiseröhre ist ein muskulöser, langer Schlauch, der den Rachen mit dem Magen verbindet.

  Übersicht

Die Speiseröhre zieht sich beim Schlucken zusammen und befördert so die Nahrung in den Magen. Diese Kontraktionen werden mittels einer Ösophagusmanometrie gemessen. Mit diesem Test werden auch die Kraft und die Koordination der Speiseröhrenmuskulatur beim Transport der Nahrung in den Magen gemessen.

Bei diesem Verfahren wird ein Katheter (ein dünner, flexibler Schlauch) mit Drucksensoren durch die Nase des Patienten, über die Speiseröhre bis in den Magen eingeführt. Die Untersuchung kann bei der Erkennung bestimmter Erkrankungen der Speiseröhre hilfreich sein.

Idealer Kandidat für eine Ösophagusmanometrie

Die Manometrie wird häufig bei Personen angewendet, die:

  • Schluckbeschwerden
  • Sodbrennen und/oder Regurgitation (Rückfluss von Nahrung nach dem Schlucken)
  • Brustschmerzen
  • Schmerzen beim Schlucken

Mögliche Risiken einer Ösophagusmanometrie

Die Ösophagusmanometrie ist oft schmerzfrei und verursacht selten Beschwerden. Allerdings kann es während der Untersuchung zu leichten Unannehmlichkeiten kommen, wie zum Beispiel:

  • Tränende Augen
  • Beschwerden in Nase und Rachen
  • Würgereiz, wenn der Schlauch in den Rachen eingeführt wird

Nach einer Ösophagusmanometrie können bei einzelnen Patienten leichte Nebenwirkungen auftreten, die jedoch in der Regel innerhalb weniger Stunden wieder abklingen. Zu den Nebenwirkungen zählen:

  • Halsschmerzen
  • Leichte Nasenblutung
  • Verstopfte Nase

Vorbereitung auf die Ösophagusmanometrie

Möglicherweise muss der Patient vor der Untersuchung für einen bestimmten Zeitraum auf Essen und Trinken verzichten. Der Arzt wird genaue Anweisungen geben. Der Patient muss den Arzt darüber informieren, welche Medikamente er derzeit einnimmt. Der Patient wird möglicherweise gebeten, bestimmte Medikamente vor dem Eingriff nicht einzunehmen.

Was Sie erwartet

Zur Untersuchung der Speiseröhre kann die hochauflösende Manometrie eingesetzt werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Manometrie kommen bei der hochauflösenden Manometrie mehr Drucksensoren zum Einsatz, wodurch Druckveränderungen genauer ermittelt werden können.

Ohne Sedierung wird diese Untersuchung ambulant durchgeführt. Die meisten Patienten vertragen sie gut. Vor Beginn der Untersuchung wird der Patient möglicherweise gebeten, einen Krankenhauskittel anzuziehen.

Während des Eingriffs

Die Ösophagusmanometrie dauert in der Regel etwa 30 Minuten.

  • Während der Patient aufrecht sitzt, sprüht der Arzt ein Betäubungsmittel in den Rachen des Patienten, trägt ein Betäubungsgel in die Nase auf oder wendet beides an.
  • Über die Nase des Patienten wird ein Katheter in die Speiseröhre eingeführt. Zur Verdeckung des Katheters kann eine mit Wasser gefüllte Hülle verwendet werden. Die Atmung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Aufgrund der Entzündung kann es bei dem Patienten zu einem leichten Nasenbluten kommen.
  • Der Patient wird gebeten, nach dem Einführen des Katheters entweder sitzen zu bleiben oder sich auf dem Rücken auf eine Untersuchungsliege zu legen.
  • Anschließend nimmt er/sie kleine Schlucke Wasser zu sich. Dabei wird ein Computer an den Katheter angeschlossen, der den Druck, die Geschwindigkeit und das Muster der Kontraktion der Speiseröhrenmuskulatur aufzeichnet.
  • Im Verlauf der Untersuchung wird der Patient gebeten, langsam und gleichmäßig zu atmen, sich so ruhig wie möglich zu verhalten und nur auf Aufforderung hin zu schlucken.
  • Anschließend wird der Katheter schrittweise entfernt.

Erwartete Ergebnisse nach einer Ösophagusmanometrie

In ein bis zwei Tagen erhält der Arzt die Ergebnisse der Ösophagusmanometrie des Patienten. Die Untersuchungsergebnisse können dabei helfen, die Ursache der Ösophagusbeschwerden zu ermitteln, oder im Rahmen einer präoperativen Abklärung herangezogen werden.

Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Ösophagusmanometrie?
Die Ösophagusmanometrie ist eine diagnostische Untersuchung zur Beurteilung der Funktion und Motorik der Speiseröhre (des muskulösen Schlauchs, der den Rachen mit dem Magen verbindet) sowie des unteren Ösophagussphinkters (LES). Dabei werden der Druck und die Koordination der Muskelkontraktionen in der Speiseröhre während des Schluckvorgangs und im Ruhezustand gemessen.
Wie wird eine Ösophagusmanometrie durchgeführt?
Bei einer Ösophagusmanometrie wird ein dünner, flexibler Schlauch mit Drucksensoren, der sogenannte Manometriekatheter, durch die Nase in die Speiseröhre eingeführt. Der Katheter ist an ein Computersystem angeschlossen, das die Druckveränderungen in der Speiseröhre während des Schluckvorgangs aufzeichnet. Sie werden gebeten, Speichel, Wasser oder kleine Mengen einer speziellen Flüssigkeit zu schlucken, um die Kontraktionen der Speiseröhre anzuregen, während die Sensoren den Druck messen.
Wie lange dauert eine Ösophagusmanometrie?
Die Dauer einer Ösophagusmanometrie liegt in der Regel zwischen 30 Minuten und einer Stunde, abhängig vom jeweiligen Protokoll und individuellen Faktoren. Die eigentliche Zeit für das Einführen des Katheters, die Untersuchung und das Entfernen des Katheters ist in der Regel kürzer, während für die Vorbereitung und die Einweisung zusätzliche Zeit eingeplant wird.
Darf ich meine Medikamente vor einer Ösophagusmanometrie einnehmen?
Es ist wichtig, dass Sie Ihre Medikamente vor der Untersuchung mit Ihrem Arzt besprechen. In der Regel werden Sie möglicherweise gebeten, bestimmte Medikamente – wie Antazida, Muskelrelaxanzien und Arzneimittel, die die Motilität der Speiseröhre beeinflussen – für einen bestimmten Zeitraum vor der Untersuchung nicht einzunehmen. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, dass Sie die Anweisungen Ihres Arztes bezüglich der Einnahme von Medikamenten befolgen.
Kann ich nach einer Ösophagusmanometrie wieder meinen gewohnten Alltag aufnehmen?
Nach einer Ösophagusmanometrie



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